20 Kommentare
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Avatar von Klaus E. Jopp

Da scheint der klassische Weg über einen Verlag immer noch der ideale zu sein - Vermarktung inklusive. Einzige Hürde: die Lektoren vom Werk zu überzeugen. Das was du beschreibst, grenzt schon an „digitale Ausbeutung.“ gewisserweise ein „Herrschaftsprinzip“ von Plattformen und Algorithmen.

Avatar von Sabrina Pesch

Ganz im Gegenteil. Sogar Verlage verlangen inzwischen Teilweise, dass die Autoren das Marketing übernehmen, oder eine gewisse Anzahl an Followen. Vor allem dann, wenn man noch unbekannt ist. Natürlich nicht jeder Verlag.

Avatar von Klaus E. Jopp

Genau, nicht jeder Verlag!

Avatar von Sabrina Pesch

Dennoch würde ein Verlag für mich nie in Frage kommen, da ich trotz allem die Flexibilität und die Freiheit im SP liebe :)

Avatar von Quentin

Deshalb soll Schreiben auch keine Geldquelle von mir werden.

Und, was kostet es uns im Internet eigentlich zu warten? Klar, wenn jemand ein bis zwei Jahre keinen Ton von sich gibt, wird er wahrscheinlich nichts mehr Posten, aber das ist ja nicht immer der Fall.

Interessiert einen die Geschichte und hat man immer wieder das Gefühl man würde sie weiterlesen(Auch wenn die momentan inaktiv ist), dann einfach Folgen oder abonnieren und fertig.

Warten kostet viele im Internet ja nun wirklich nichts

Avatar von silk.inside

Oh ha, ich fühle mich ertappt. Und ähnlich wie du es beschreibst, phasenweise echt überfordert. Wer soll all diese Rollen in sich vereinen? Extrovertiert an der eigenen Sichtbarkeit basteln (offen, fröhlich & Community-verliebt) und intro-tauglich ins Schreiben versinken dürfen. Mir war auch ehrlich gesagt gar nicht klar, wie sehr mein Verlag erwartete, dass ich das Marketing alleine voranbringe. Da hatte ich deutlich mehr Unterstützung erhofft. Und das Errechnen eines Stundenlohns habe ich bislang nur grob geschätzt. Mein Buch ist schon ein paar Jahre her. Das Schreiben ein echtes Flow-Erlebnis. Aber da waren mir all diese Rahmenbedingungen noch gar nicht so klar wie die jetzt. Vielleicht war das gar nicht so schlecht. Außer für die Publicity 😌

Avatar von Sabrina Pesch

Es ist einfach ein Spagat, der einen irgendwann auseinandernimmt -.- Die Tatsache, dass Verlage das Marketing inzwischen auf die Autor*innen abwälzen find ich ohnehin ne Frechheit.

Avatar von silk.inside

Spagat beschreibt es gut. Dabei würde jeder Produktivitätshack davon ausgehen, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren sollten (statt alles zu bedienen).

Avatar von Clemi

...und ich dachte lange Zeit, ICH sei einfach zu wenig Ehr-geizig, weil mir Stille und Rückzug immer kostbarer werden. Oft denke ich bei allem Geblubber, ob es nicht wie mit den Weihnachtsplätzchen ist, die so (zu) viele Menschen ehrgeizig backen und die spätestens nach den Feiertagen stehen bleiben, weil alle längst übersättigt sind.

Avatar von Mona Kaps

Das ist genau der Grund, weshalb ich niemals vom Schreiben würde leben wollen. Meine Nerven würden das nicht durchhalten. Ich sehe das Schreiben und Bücherveröffentlichen als (teures) Hobby neben dem Broterwerb und lasse Social Media größtenteils bleiben. Bzw. mache nur das, was ich will. Auf den Algorithmus habe ich noch nie geachtet.

Avatar von Franziska Rülke

Oh ja, so wahr! Ich bekomme bei genau dieser mentalen Zersplitterung Lust, auf dem Land ein paar Schafe zu hüten und an den Blumen zu schnuppern. Alles andere ist doch irre.

Avatar von Karenina

Sehr gut beschrieben

Avatar von Sabrina Pesch

Vielen Dank :)

Avatar von Anik Kina

Du sprichst mir aus dem Herzen, liebe Sabrina. Genau so fühlt es sich an.

Ich sitze hier als Autorin, habe gerade mein zweites Buch geschrieben, bin Selfpublisherin und frage mich langsam ernsthaft, ob das alles nicht eine besondere Form von Masochismus ist.

Leben? Welches Leben?

Ich habe Schreiben. Und diese verdammten Algorithmen, die dir von morgens bis abends das Gehirn zermahlen, damit du vielleicht sichtbar wirst.

Funktioniert das?

Nö.

Avatar von Kartenwerk by Iris Maria

Ein Interessanter Einblick hinter die Kulissen.Ich habe noch kein Buch geschrieben sondern ehr Skripte und kleinere Wokbooks als Dozentin.Außerdem Rezensionen für spirituelle Verlage.Dieser schonungslos ehrliche Artikel öffnet mir gerade die Augen zumal ich mich von den sozial Media Plattformen zurück gezogen habe - genau aus den Gründen die der Artikel beschreibt.

Avatar von Sabrina Pesch

Danke für dein Feedback. Ich hab gestern auch beschlossen: Weniger Instagram, weil man ohnehin nicht mit den ganz großen Accounts, die genug Geld für Werbung haben, mithalten kann. Meine Nerven sind mir dafür zu schade. Ich glaube, hier fühle ich mich um einiges wohler.

Avatar von Claudia Haase

Wundervoll geschrieben. Genauso sieht es leider aus. Dabei gibt es so viele wertvolle Bücher auf dem Markt, die dann oftmals in diesem nervtötenden Lärm schlechter Beststeller untergehen. Traurig, aber wahr. Was hab ich Zeit, Geld und Herzblut in meinen Roman gesteckt und kämpfe nun um Sichtbarkeit. Es ist erschöpfend.

Avatar von Sabrina Pesch

Danke für dein Feedback. Ich hab mir den Zirkus echt lange angeschaut und für mich beschlossen Meine Nerven sind es nicht wert. Es ist Zeit, andere Wege zu gehen.

Avatar von ιο π

Welche denn?

Diese anderen Wege interessieren mich - nach denen suche ich auch.

Avatar von Sabrina Pesch

Naja, weniger Instagram Zirkus. Konzentration auf Bloggen (also hier auf Substack) und konzentriert am nächsten Buch schreiben.